Gesunde Raumumgebung

Für einige Innenraumschadstoffe gibt es Richtwerte zur Orientierung, gesetzliche Grenzwerte für die Qualität der Raumluft, sowie für die Außenluft, existieren dagegen nicht! Umweltbundesamt, Dessau

Wir verbringen mehr als 90 Prozent unserer Lebenszeit in Gebäuden. In den Innenräumen sehen wir uns – wissentlich oder unwissentlich – auch im 21. Jahrhundert noch mit vielen verbauten Materialien konfrontiert, die Schadstoffe enthalten und ausstoßen können. Je moderner die Bauten und je luftdichter ihre Hüllen sind, desto fataler sind die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzer. Die Gesetzgebung löst dieses Problem nicht hinreichend. Sie ist lückenhaft und träge – einheitliche und verbindliche Regelungen sucht man vergebens. Damit fehlt auch eine nachvollziehbare und verständliche Orientierung für Bauherren.


Die Gesundheit künftiger Gebäudenutzer ist ein wesentlicher (Wirtschafts-) Faktor bei Bauprojekten. Die richtige Materialwahl im Sinne von gesundheitsförderlicher Raumumgebung geht daher weit über die heutigen gesetzlichen Mindeststandards hinaus und setzt bereits in der frühen Planung an.

"Viele Chemikalien, von denen wir bereits heute wissen, dass sie gesundheitsschädlich sind und auf absehbare Zeit verboten werden, kommen immer noch in gängigen Bauprodukten zum Einsatz." Prof. Michael Braungart, EPEA